
eigentlich wollte ich mich mal dem thema weihnachten widmen, aber erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt...
wer von uns kennt denn nicht das gefühl, "daß einfach nix mehr geht"! alles und alle nerven, nix klappt, alles geht nur mehr schief usw. der "schöne" neudeutsche ausdruck burnout wird mehr als genug überstrapaziert. früher als managerkrankheit bekannt, hat heutzutage jeder, der was auf sich - und seinen streß - hält, zumindest anzeichen von burnout. menschen, die sich selbst einfach zu wichtig nehmen und looser der gesellschaft. so ähnlich dachte ich zumindest bisher.
doch nun erkenne ich mich immer öfters wieder in beschreibungen des verlaufs von burnout.
zunächst mal die euphorie:
dazu fällt mir ein typisch österreichischer spruch ein "wer bin i, wer war i" - nix geht ohne mich! ich bin so super, schaffe alles in rekordzeit und genialer qualität. pausen? brauch ich nicht, bin eh das duracell-haserl.
irgendwann macht sich dann aber doch ein bissl erschöpfung breit. naja, dann gönn ich mir halt am wochenende mal zwischendurch 10 minuten für mich ganz allein - welch luxus! aber bloß nicht zu viel, hab ja sooo viel zu tun. unter der woche ist die zeit sowieso straff durchorganisiert, keine zeit für spielräume (oder für die kinder oder gar für mich). der job fordert, ich schaffe in meiner teilzeittätigkeit doch sicher das pensum eines überbeschäftigten vollzeitangestellten, oder? kann doch nicht so schwer sein. private probleme schiebe ich einfach beiseite, hab eh keine zeit dafür.
tja, dann wird die erschöpfung aber nach einigen monaten größer. ich bin irgendwie ständig müd. naja, vielleicht sind 5 oder 6 stunden schlaf doch zu wenig für mich, die ich früher (vor den kindern) immer mindestens 8 stunden gebraucht habe. ich bring weder in der arbeit noch zuhause wirklich viel weiter in dem, was ich tue. bin frustriert, da ich immer ineffizienter werde, mein energielevel aber ständig weitersinkt.
ich dachte schon öfters, daß ich vielleicht beginnendes burnout hab, hab den gedanken aber immer beiseite geschoben. doch vielfältige faktoren haben - glaub ich - ihr übriges dazu beigetragen. vielleicht ist auch alles in ordnung und ich bin einfach zu übersensibel. ich weiß echt nicht mehr, was ich tun soll. weiterwurschteln? ich weiß nicht, wie ich alles schaffen soll.
wie schafft ihr euer leben? ich will mich nicht von meinem leben schaffen lassen und was ändern, aber ich weiß nicht, wo und wie ich anfangen soll...
eure derzeit etwas angeschlagene
karino